11. März 2025

Berichterstattung aus dem Schulverband Fridingen/Neuhausen ob Eck

Die jüngste Sitzung des Schulverbands Fridingen/Neuhausen ob Eck fand im Rathaus von Neuhausen statt. Ursprünglich aus zwei Hauptschulen hervorgegangen tragen die beiden Gemeinden als Schulträger, mittlerweile bereits im vierzehnten Jahr, im gedeihlichen Miteinander die Verantwortung für die Gemeinschaftsschule „Obere Donau“. 

Beratung und Verabschiedung des Haushalt 2025

Gemäß einer Vereinbarung ist der Haushalt von der Kämmerei des Gemeindeverwaltungsverbandes Donau-Heuberg zu erstellen. Mittels einer Präsentation legte Amtsleiter Christoph Niesler dem Gremium die finanziellen Eckwerte vor, erläuterte im Näheren einzelne Ansätze und ging dabei auch auf die zukünftige Entwicklung des Haushalts ein. 

Für 2025 stehen ordentlichen Erträgen in Höhe von 284.300 Euro entsprechende Aufwendungen in einer Größenordnung von 383.030 Euro gegenüber. Der Haushalt kann somit auch im zweiten Jahr hintereinander nicht mehr ausgeglichen werden, wobei man den Fehlbetrag in Höhe von 98.730 Euro nochmals über vorhandene Rücklagen abdecken kann. Der Kämmerer führte aus, dass man zur Finanzierung der laufenden wie auch investiven Ausgaben aller Voraussicht nach ab dem nächsten Haushaltsjahr mit einer Umlage durch die den Schulverband tragenden Gemeinden zu rechnen hat. Die in der Vergangenheit angesammelte Rücklage wird spätestens Ende 2025 abgeschmolzen sein. Ursächlich hierfür sind neben rückläufigen Schülerzahlen bei gleichbleibenden Sachkostenbeiträgen auch lediglich geringfügige Möglichkeiten zur Anpassung diverser Einnahmen bzw. sich erhöhende Ausgaben u.a. durch gestiegene Personalaufwendungen für die außerschulische Betreuung, einzelne Fachprojekte wie die Berufseinstiegsbegleitung, die Schulsozialarbeit, die Erwirtschaftung der Abschreibungen sowie insbesondere der anwachsenden allgemeinen Sach- und Dienstleistungen.

Nach kurzer Diskussion befürwortete die Verbandsversammlung einstimmig den vorgelegten Schulhaushalt für das Jahr 2025. 

Bericht über die Schulsozialarbeit im Jahr 2024

Erstmalig zum Schuljahr 2012/2013 wurde eine solche Stelle an der Gemeinschaftsschule „Obere Donau“ eingerichtet und ist seither bestens in die Strukturen vor Ort eingebunden. Inkl. der örtlichen Grundschule nimmt Schulsozialarbeiter Jakob Hofer als Ansprechpartner und Berater für rd. 300 Kinder und Jugendliche eine wichtige Funktion im Schulalltag wahr und ist darüber hinaus außerdem auch noch für einzelne Projekte verantwortlich. 

Mittels eines ausführlichen Berichts gab Jakob Hofer der Verbandsversammlung einen zusammenfassenden Überblick über die An- und Herausforderungen für die Schulsozialarbeit. Einmal mehr wurde hierbei die Vielfalt der verschiedenen Tätigkeitsbereiche und differenzierten Angebote ersichtlich. Nach etwas mehr als zehn Jahren lässt sich festhalten, dass sich die Installierung der Schulsozialarbeit mehr als bewährt hat und aus dem schulischen Alltag nicht mehr hinweg zu denken ist. Viele Schülerinnen und Schüler konnten in ihren Anliegen und Problemlagen unterstützt bzw. beraten werden. 

Sachstandsbericht zur Entwicklung der Gemeinschaftsschule „Obere Donau“

Üblicherweise informiert Schulleiter Christian Traub um diese Jahreszeit mittels eines aktuellen Sachstandsberichts über Entwicklungen in und um die Gemeinschaftsschule. Im Gegensatz zu vielen anderen Schulen ist die Lehrer- wie Unterrichtsversorgung noch zufriedenstellend. Der örtliche Schulbetrieb wird durch insg. 13 weitere Personen, u.a. in der Kernzeitenbetreuung, im Ganztagesbetrieb, der Inklusion oder auch der Schulsozialpädagogie unterstützt. Die Gemeinschaftsschule ist eine Ganztagesschule in verbindlicher Form, wobei der Schulalltag von Lernphasen, Projektarbeit, Wahlangeboten sowie gemeinsamer Freizeit geprägt ist.

Ab der Klassenstufe fünf werden aktuell 124 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Diese stammen aus der gesamten Raumschaft, wovon lediglich die Hälfte aus Fridingen oder Neuhausen kommt. Die Sekundarstufe I weist momentan acht Klassen auf; lediglich die Stufe sechs ist dabei zweizügig. Durch die verstärkte Zuwanderung von Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern, insb. aus der Ukraine, steht den Schulen bei entsprechender Voraussetzung die Bildung von sog. Vorbereitungsklassen zu. Diese werden, wie vor Ort, als eigenständige Klassen versorgt und geführt. Bei unserer Gemeinschaftsschule sind zu diesem Zweck drei Lehrkräfte mit der Muttersprache Ukrainisch angestellt. Im Rahmen der Kooperation mit der Schule für Erziehungshilfe „Mutpol“ werden zudem noch mehrere Schülerinnen und Schüler als Aussenklasse geführt. Zu diesem Zweck sind zwei Sonderschullehrkräfte abgeordnet. Die Gemeinschaftsschule ist eine inklusive Schule was bedeutet, dass u.a. auch Kinder mit Anspruch auf einen sonderpädagogischen Beratungs- und Betreuungsbedarf sowie dem Förderschwerpunkt „Lernen“ inklusiv beschult werden.

Abschließend informierte Rektor Christian Traub noch über die eingerichteten Förderangebote, wie Nachhilfe, Sprachförderung oder auch das Förderprogramm „Rückenwind“, welche ergänzend und zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bestehen. Unverändert positive und unterstützende Arbeit leistet für die Schule auch der 2019 ins Leben gerufenen Förderverein. 

Zustimmung zur Anschaffung mobiler Endgeräte für die Gemeinschaftsschule „Obere Donau“

Bereits seit geraumer Zeit verfolgt man das Ziel die Gemeinschaftsschule mit digitalen Endgeräten auszustatten. Der pädagogische Mehrwert und der Aufbau von Medienkompetenzen sind insb. auch mit Blick auf die Konkurrenzfähigkeit zu anderen Schulen unverzichtbar, wie dem Gremium die Rektoren Christian Traub und Matthias Tetzner darlegten. 

Der Schulleitung schwebt hierfür eine Kooperation mit dem Unternehmen AfB gGmbH aus Ettlingen vor, die mittels einer sozial gerechten IT-Ausstattung die Digitalkompetenz von pädagogischen Einrichtungen fördern.Eine solche Kooperation weist verschiedentliche Vorteile, wie u.a. eine einfache Verwaltung und Handhabung durch einheitliche Hersteller, Betriebssysteme und Leistungsstärken auf. Die Geräte werden zentral per Mobile-Device-Management gesteuert, was einen sicheren Daten- und Jugendschutz gewährleistet. Auch überzeugt dieser Partner mit seinen Serviceleistungen. Dank eines durchdachten Konzepts können sich Lehrerinnen und Pädagogen zudem auf einen unterbrechungsfreien digitalen Unterricht verlassen, da immer ein Poolgerät für den Notfall bereitsteht.

Seitens der Lehrerschaft favorisiert man ein „Leasing-Modell“, wobei auch die Erziehungsberechtigten einen gewissen und zumutbaren Unkostenbeitrag beizubringen haben. Die Geräte stehen letztlich nicht nur im Unterricht, sondern den Schülerinnen und Schülern auch für die Hausaufgaben zur Verfügung. Vorgesehen ist, dass die Eltern das entsprechende Gerät für die Laufzeit ihre Kinder in der Schule anmieten. Nach dieser Zeit werden die Geräte wieder vom AfB übernommen und falls möglich professionell für eine Zweitnutzung wiederaufbereitet, oder aber die Eltern entscheiden sich dafür, dass Gerät für einen geringen Betrag zu übernehmen. Vorgesehen ist nunmehr zum kommenden Schuljahr die Klassenstufen sechs bis zehn umfassend mit digitalen Endgeräten auszustatten. Für die Klassenstufe fünf, welche zunächst einmal an die Benutzung herangeführt werden soll, wurde erst 2024 ein vollständiger Klassensatz angeschafft. 

Nach mehreren Nachfragen befürwortete die Verbandsversammlung die Ausstattung der Gemeinschaftsschule mit digitalen Endgeräten und die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen AfB gGmbh aus Ettlingen. Des Weiteren beschloss das Gremium jedes Kind mit einem Zuschuss in Höhe von 5 Euro auf die Leasingrate zu unterstützen. Zeitnah sollen nunmehr durch die Schulleitung die Eltern über den weiteren Ablauf sowie die Modalitäten informiert werden.