Weihnachts- und Neujahrsgruß

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„Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.“
(Lukas 2, 12)


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach schriftlicher Überlieferung des Evangelisten Lukas riefen so die Engel in der Heiligen Nacht auf dem Feld von Bethlehem zum göttlichen Kind, welches dort in einer Krippe lag. Eine Verkündigung die auch noch nach über 2.000 Jahren bei Millionen von Menschen auf dieser Erde ein einzigartiges und berührendes Gefühl verursacht: Weihnachten - das Fest der Geburt Jesu! Und so sind diese Tage im Jahresablauf und im Advent für viele von uns eine besondere Zeit. Eine Zeit, die einem die Gelegenheit zur Besinnung, zur inneren Einkehr oder zur Entspannung vom vielfach hektischen und rastlosen Alltag eröffnet.

Mögen daher auch wir Jesus an diesem Weihnachtsfest wiederum neu finden, sei es bei den Zusammenkünften im familiären Kreis, in den festlichen Gottesdiensten oder auch einfach nur in der bloßen Begegnung und im Gespräch miteinander. Freuen wir uns über unsere christliche Glaubensbotschaft; eine frohe Botschaft die Gelassenheit, Geborgenheit und Heimat geben kann, aber auch Kraft und Zuversicht für bevorstehende Herausforderungen, Aufgaben und Entscheidungen.


Blicken wir in diesen letzten Tagen dieses Jahres nochmals zurück, so müssen wir leider feststellen, dass sich manch negative und besorgniserregende Entwicklung in den vergangenen Monaten nicht entspannt, sondern eher verschärft hat. Eine schwächelnde Weltkonjunktur, internationale Handelskonflikte und geopolitische Unwägbarkeiten sind in ihren Folgen zusehends spürbar. In vielen Ländern und Regionen herrschen Gewalt, Terror oder auch militärische Auseinandersetzung und sind unverändert trauriger Alltag wie gelebte Realität. Dabei bleibt uns die Erkenntnis, dass vieles was sich auf der Welt ereignet, zwar weit entfernt sein möge, in seinen Auswirkungen aber oftmals doch so nahe ist. Hoffen wir deshalb darauf, dass weltweit die christliche Botschaft von Frieden, von Solidarität und von Demut wieder mehr Beachtung findet.

Bei allen Sorgen und Unsicherheiten, die uns vielleicht auch persönlich umtreiben, sollten wir daher nie vergessen und uns einmal mehr vergegenwärtigen, dass wir in Deutschland seit vielen Jahrzehnten in sozialer und persönlicher Sicherheit, in Freiheit, in Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit leben dürfen. Ein großes Privileg, um das Millionen Menschen uns auf der ganzen Welt beneiden.

Friede hat auch etwas mit persönlicher Zufriedenheit und Mitmenschlichkeit zu tun. Weihnachten will und soll uns immer wieder daran erinnern. Jeder Einzelne von uns kann seinen Teil zu einer guten Atmosphäre, zu einem respektvollen Miteinander beisteuern. Dabei dürfen wir uns schon glücklich schätzen, in einer intakten wie funktionierenden Gemeinschaft leben zu können. Unsere Stadt bietet viel an Lebensqualität. In einer einzigartigen Kulturlandschaft gelegen und mit einer guten Infrastruktur ausgestattet, kann unser Gemeinwesen mit vielfältigen Angeboten, zahlreichen Vereinen und Organisationen sowie tollen Freizeitmöglichkeiten aufwarten. Es lässt sich in Fridingen angenehm leben und arbeiten.

In vielen kommunalen Fragen konnten wir in der Vergangenheit im Konsens so einiges gemeinsam auf den Weg bringen. Mein besonderer Dank gilt hierbei insbesondere nochmals dem „alten“ Gemeinderat für die gedeihliche Zusammenarbeit. Mit der Modernisierung der Kläranlage und dem Neubau der vierten Filtrationsstufe sind wir gegenwärtig dabei diese wichtige Einrichtung der kommunalen Daseinsvorsorge für die Zukunft grundlegend zu ertüchtigen. Weitere anspruchsvolle Aufgaben und Entscheidungen liegen natürlich noch vor uns. So gilt es in den kommenden Jahren unsere großzügige Infrastruktur an Einrichtungen, Gebäuden und Straßen permanent zu erneuern und zu optimieren. Dabei gilt es  zu beachten, dass angesichts dieser Herausforderungen unsere finanziellen Spielräume eher bescheiden bleiben. So zählen wir zu denjenigen Städten und Gemeinden in unserem Land, bei denen die Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben eher zu als abnimmt. Wir werden also auch künftig damit leben müssen, dass manches Anliegen oder Wunsch, so berechtigt und sinnvoll er auch sein mag, nicht bzw. nicht in der gewünschten Zeit zu realisieren ist.

Mein besonderer Dank gilt zum Jahresende unseren Institutionen und Vereinen. Durch ihre Aktivitäten und ihr Engagement, sei es im sozialen, kulturellen, sportlichen oder kirchlichen Bereich leisten sie unverzichtbare und wertvolle Dienste für unser Zusammenleben. Ganz herzlich danke ich all denjenigen Bürgerinnen und Bürgern, die sich über das Jahr hinweg in den Organisationen und Vereinen, als kommunale Verantwortungsträger, in den Kirchen oder Unternehmen für unsere Gemeinschaft einbringen. Ihr freiwilliger und ehrenamtlicher Einsatz verdienen unser Respekt und unsere Anerkennung. Meine Bitte an Sie ist, dieses auch in Zukunft engagiert und tatkräftig fortzuführen. Einschließen in meinen Dank möchte ich selbstverständlich auch unsere Gewerbetreibenden, den Handel, das Handwerk und die Industriebetriebe als stets zuverlässige und wichtige Partner vor Ort.

Zu guter Letzt ist es mir ein besonderes Anliegen sich derjenigen Menschen zu erinnern, denen es bedauerlicherweise nicht so gut geht oder die persönliche Schicksalsschläge in diesem Jahr zu verkraften hatten - Mitmenschen, die in gesundheitlicher, seelischer oder materieller Not leben. Vergessen wir dabei nicht, dass gerade sie wie unsere alten, kranken oder behinderten Mitmenschen unserer Zuwendung, Hilfe und Unterstützung bedürfen.

Namens des Gemeinderates, der Stadtverwaltung, wie auch persönlich wünsche ich Ihnen besinnliche Tage und ein gesegnetes sowie friedvolles Weihnachtsfest. Auf künftige Begegnungen und ein Wiedersehen im neuen Jahr freue ich mich und wünsche uns allen viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen!

Ihr

Stefan Waizenegger
Bürgermeister