Berichterstattung der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 04. und vom 11.11.2019

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Anlegung neuer Einzel- und Wahlgräber für eine pflegereduzierte Erdbestattung

Im diesjährigen Haushalt sind finanzielle Mittel für die Anlegung eines weiteren Grabfelds für die sog. „pflegereduzierte Erdbestattung“ vorgesehen. Da bei dieser Alternative die Belegungskapazitäten nahezu erschöpft sind und somit Handlungsbedarf besteht, hatte die Verwaltung dem Gemeinderat unlängst vorgeschlagen, ein solch neues Grabfeld erneut auszuweisen. Der Entwurf durch das Fachplanungsbüro Freiraum AG sieht insgesamt 12 Grabstätten auf Grundlage der bisherigen Planungskonzeption vor; hiervon jeweils 6 Reihengräber und 6 Wahlgräber doppeltief.

Bei der erstmaligen Ausschreibung ergab die Submission zwei wertbare Angebote, die aber mit 64 % bzw. 70 % erheblich über der ursprünglichen Kostenschätzung lagen. In der vorletzten Sitzung folgte das Gremium daher dem Vorschlag der Verwaltung diese aufzuheben und unverzüglich eine abermalige Ausschreibung durchzuführen.

In einer neuerlichen beschränkten Ausschreibung sind drei Büros angefragt worden, wobei zwei Firmen fristgerecht ihre Angebote einreichten. Erfreulicherweise ergab deren Prüfung und Auswertung, dass das günstigste Angebot mit knapp 1.800 Euro sogar unterhalb der ursprünglichen Kostenschätzung abschließt. Nach Aussprache stimmte der Gemeinderat daher zu, die Anlegung des neuen Grabfelds an die Firma Schellhammer& Söhne aus Mühlhausen-Ehingen zum Angebotspreis von 23.004,65 Euro zu vergeben.

Festlegung des Brennholzpreises für das Jahr 2020

Die neue Einschlagsaison steht vor der Tür und in vielen kommunalen Gremien wird aktuell über die Festlegung des Brennholzpreises beraten. Dieser ist letztmalig vor fünf Jahren angepasst worden, wobei Fridingen innerhalb der Forstbetriebsgemeinschaft Donau-Heuberg am unteren Ende der Preisskala lag. Daher stimmte der Gemeinderat im Jahre 2014 einer vom Kreisforstamt vorgeschlagenen Erhöhung von 55,50 Euro auf 60 Euro pro Festmeter zu; seither gab es vor Ort keine preisliche Veränderung mehr. In den vergangenen Jahren hat sich das Preisniveau nunmehr sowohl in unserer Raumschaft, wie auch in den angrenzenden Landkreisen weiter entwickelt und signifikant erhöht.

Aufgrund dieser Tatsache spricht das Kreisforstamt in diesem Jahr eine offizielle Preisempfehlung in Höhe von 62 Euro für den Festmeter Buche aus. Mehrere Kommunen innerhalb des Landkreises sind dieser Empfehlung bereits gefolgt.

Nach einem stabilen Preisniveau von fünf Jahren erachtete der Gemeinderat die Anhebung des derzeitigen Brennholzpreises um 2 Euro auf nunmehr 62 Euro für gerechtfertigt. Mit diesem Preis liegt man künftig immer noch im regionalen Durchschnitt. Im Haushalt 2020 wird diese Anpassung schätzungsweise zu einem Mehrerlös von knapp 2.000 Euro führen. Auch im kommenden Jahr beabsichtigt der Forst auf unserer Gemarkung rund 1.000 Festmeter Brennholz einzuschlagen und zu veräußern. An die Veräußerung von Brennholz an auswärtige Personen ist dabei unverändert nicht gedacht.

Jahresbericht der Bücherei

Wie zu dieser Jahreszeit üblich präsentierte Ottmar Hamma als Leiter der Bücher dem Gemeinderat in ausführlicher Form den Bericht über das abgelaufene Jahr 2018. Die gemeinsame Einrichtung von Stadt und Kirchengemeinde wies zum Jahresende über einen Gesamtbestand von knapp 8.700 Medieneinheiten auf. Jene verteilten sich dabei in 7.062 Bücher, 1.347 Tonträger, 541 DVD‘s, 858 Zeitschriften sowie 263 Spiele. Insgesamt wurden 492 Medien ausgemustert; 586 Medien sind neu angeschafft worden. Mit Ausnahme der Jugend- und Kinderliteratur sowie der Bilderbücher muss aber festgestellt werden, dass weiterhin alle anderen Medien, besonders stark die DVD’s und die Zeitschriften, konstant rückläufig sind. Gleichfalls hat neben der Ausleihe - im Vergleich zu den Vorjahren - auch die Zahl der Besucher abgenommen. 376 Leserinnen und Leser nutzten das vorhandene Angebot der Bücherei und liehen bei etwas mehr als 3.400 Besuchen rund 10.000 Medien aus. Knapp 53 % der Nutzer sind hierbei unter 18 Jahren und etwas mehr als 27 % der Leser zwischen 35 und 54 Jahre alt. Diese beiden Altersgruppen stellen somit den Großteil der Leserschaft. Die Bücherei hatte an insgesamt 132 Tagen geöffnet; an 5 Tagen wurden Sonderveranstaltungen, u.a. eine Beteiligung am Kinderferienprogramm, durchgeführt.

Erstmals mit Wirkung für das Jahr 2015 wurde von den beiden Trägern eine gemeinsame Abmangelregelung beschlossen. Der Betrag ist dabei für die Stadt auf 15.000 Euro und für die Kirchengemeinde auf 7.000 Euro festgesetzt worden. Innerhalb dieses Budgets kann der Büchereileiter über die Mittel frei verfügen. Im Jahre 2018 wurde dieser Betrag geringfügig überschritten. Der Gemeinderat nahm vom Büchereibericht einstimmig Kenntnis und die Verwaltung bedankte sich bei Herrn Hamma und seinem Team für die geleistete Arbeit.

Umsetzung von Pflegemaßnahmen an der Hardtallee

Schon seit geraumer Zeit sind sowohl der Forst, wie auch die Verwaltung und die betroffenen Ämter des Landkreises mit diesem Thema befasst. Ausgehend von der Straßenmeisterei, welche sich um die Verkehrssicherung und das Lichtraumprofil sorgte, fand im Herbst 2016 mit den involvierten Behörden erstmalig ein Ortstermin statt. Dabei wurde festgestellt, dass diverse Verkehrssicherungsmaßnahmen unabdingbar sind und man zudem für den Erhalt dieser Allee ein begleitendes Konzept erstellen muss.

In einem ersten Schritt sind im Frühjahr 2017 dann die notwendigen Arbeiten durchgeführt worden; einige wenige Bäume mussten hierbei leider gefällt werden. Das in der Folge in Auftrag gegebene Fachgutachten, dokumentiert den Zustand der Allee und legt insbesondere auch weitere Maßnahmen zum Erhalt dieser Bäume fest. Von 127 kontrollierten Bäumen konnten hierbei allerdings 10 weitere Bäume aufgrund mangelnder Verkehrssicherheit nicht gerettet werden.

Durch das beauftragte Fachbüro Schuster wurde ein entsprechendes Pflegekonzept erstellt. Für die meisten Bäume sind neben Rückschnitten auch Totholzentnahmen sowie mehrere Kronensicherungen notwendig. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich nach Auskunft von Förster Dominik Stehmer auf etwas mehr als 7.000 Euro. Hinsichtlich der finanziellen Verantwortung konnte mit dem Land eine einvernehmliche Regelung gefunden werden, indem diese Kosten je zur Hälfte geteilt werden.

Ausgehend von den Untersuchungsergebnissen ist durch das Fachbüro zudem ein Nachpflanzungs-konzept mit dem Ziel eines dauerhaften Erhalts der Allee ausgearbeitet worden. Insgesamt sind dabei 51 Nachpflanzungen vorgesehen, wobei als Baumsorten aufgrund besserer Zukunftsperspektiven vornehmlich die Stieleiche und die Roteiche zum Einsatz kommen sollen. Die Chancen zur Wiederherstellung der Allee werden insgesamt als sehr gut angesehen. Problematisch ist der Standort der Nachpflanzungen. Entsprechende straßenrechtliche Vorschriften sehen entweder einen Pflanzabstand von 8 Metern zur Fahrbahn oder aber das Aufstellen einer Leitplanke vor. Beides würde dem jetzigen Alleencharakter komplett zuwiderlaufen, weswegen die Verwaltung hierzu noch Gespräche mit den zuständigen Behörden führen muss. Für die Eschen, welche immerhin fast die Hälfte des gesamten Baumbestandes in der Hardtallee darstellen, empfiehlt das Gutachten, diese „unter Beobachtung“ zu stellen. Auf Grund mehr oder weniger starken Befalls werden diese Bäume für die Zukunft bedauerlicherweise als nicht gesichert betrachtet. Hoffnung macht, dass sich die Eschen trotz des extrem trockenen Sommers 2018 nicht in gänzlich schlechtem Zustand zeigten.

Nach einer kurzen Aussprache beschloss der Gemeinderat für die Folgejahre entsprechende Haus-haltsmittel für eine fortdauernde Pflege einzustellen. Des Weiteren wurde die Verwaltung damit beauftragt, den Gemeinderat in regelmäßigen Abständen über die weitere Entwicklung zu informieren.

Ersatzbeschaffung eines Sonnensegels für die Kinderkrippe

Beim Neubau der Kinderkrippe wurde der Innenhof - als Spielhof konzipiert - mit einem Sonnensegel ausgestattet. Schon recht bald hatte sich dieses als deutlich zu klein erwiesen; zumal durch die Einführung der „altersgemischten Gruppe“ die Gesamtzahl der Kinder von vormals 20 bis auf insgesamt 30 Kinder anstieg. Behelfsmäßig baute man zunächst ein altes Sonnensegel des Kindergartens auf, welches aber bei einem Sturm im Jahre 2018 völlig zerstört wurde. Von daher wurde eine Ersatzbeschaffung dringend notwendig, da die Übergangslösung aus mehreren großen Sonnenschirmen nicht zukunftsfähig war.

Nach intensiver Suche konnte man nun einen Hersteller finden, der in guter Qualität passgenau ein Sonnensegel anbietet. Herr Gottlieb Riedinger vom Verbandsbauamt stellte diese Lösung in der Sitzung vor. Das Sonnensegel der Firma bikatec aus Volkertshausen ist rollbar und wird sowohl am First der Kinderkrippe, wie auch des Kindergartens angebracht. Mit einer Fläche von etwas mehr als 25m² überspannt es auch einen großen Bereich.

Nach einigen Nachfragen befürwortete der Gemeinderat einstimmig, das betreffende Segel zum Angebotspreis von 6.585,46 Euro anzuschaffen und die erforderlichen Mittel hierfür in den Haushalt 2020 einzustellen.