Berichterstattung der öffentlichen Gemeinderatsitzung vom 15.05.2017

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

In der Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Montag sind folgende Themen öffentlich behandelt worden:

Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2016

Wie jedes Jahr üblich legte das Polizeirevier Tuttlingen der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat die Kriminal- und Unfallstatistik des zurückliegenden Jahres zur Kenntnisnahme vor. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine geringfügige Zunahme der absoluten Anzahl an Straftatenzahl festzustellen. Demnach gab es 2016 insgesamt 105 zur Anzeige gebrachte Taten, von denen die meisten dem Bereich der Rohheits- (26), der Einbruchs- (31), sowie der Fälschungsdelikte (17) zuzuordnen sind. Positiv hervorzuheben ist, dass die Deliktshäufungen bezüglich der Straftaten von Tatverdächtigen in einem Alter bis 21 Jahren weiterhin rückläufig sind. Laut Stellungnahme des Polizeireviers besteht vor Ort angesichts dieser Zahlen, sowie der verübten Delikte kein besonderer Anlass zur Sorge oder gar zur Beunruhigung. Im Vergleich zu Kommunen unserer Größenordnung könne man vielmehr von einem weitestgehend normalen bis guten Zustand sprechen. Hervorragend ist wiederum die Aufklärungsquote von rund 73 %. Diese, so Bürgermeister Waizenegger, liege damit auch 2016 erneut über derjenigen des  Landkreises, sowie des Landes Baden-Württemberg, was mitunter auch für eine gründliche Arbeit der Polizei, aber auch einer engagierten Beteiligung der Gesamtbevölkerung spreche. Bei der Verkehrsunfallstatistik verzeichnet man, vor allem im Vergleich zu 2015, eine „leichte“ Zunahme. Festzuhalten ist dabei, dass die Gesamtzahl an Verkehrsunfällen außerhalb der Ortschaft in etwa konstant blieb, während diejenigen innerhalb der Ortschaft angestiegen sind. Insgesamt gab es  auf Fridinger Gemarkung im Jahr 2016 21 Verkehrsunfälle mit unterschiedlichster Intensität. Erfreulicherweise war dabei, dass sich im Gegensatz zum Vorjahr, kein Unfall mit Todesfolge ereignete. Positiv war zudem, dass auch keinerlei Unfälle unter Alkohol- oder Drogengenuss aktenkundig wurden. Nach der Präsentation der Fakten, sowie einem kurzen Austausch im Gremium bedankte sich der Schultes für die hervorragende und gründliche Arbeit der örtlichen Polizei- und Einsatzkräfte.

Vorstellung eines Bauvorhabens am „Unteren Tor 2“

Anschließend konnte die Verwaltung dem Gemeinderat ein sehr innovatives und städtebaulich hochwertiges Projekt, welches den historischen Stadtkern weiter beträchtlich aufwerten wird, erstmalig präsentieren. Ein externer Investor plant an diesem Standort den Umbau, sowie eine umfassende Restaurierung dieses denkmalgeschützten Gebäudes an der Stadtmauer in ein sog. Stadthaus mit wohnlicher und gewerblicher Nutzung. Bei dem Gebäude handelt es sich um Räumlichkeiten mit Wirtschaftsteil aus dem 17. oder sehr frühen 18. Jahrhundert, dessen innere Strukturen zum größten Teil noch erhalten bzw. ablesbar sind. Es wurde an bzw. auf der damals schon recht ausgedünnten Stadtmauer errichtet, welche zu dem damaligen Zeitpunkt nicht mehr in Funktion gewesen sein kann. Im Erdgeschoss haben sich wahrscheinlich Reste eines Vorgängerbaus erhalten. Die Lage des Gebäudes markiert den Eingang zum historischen Stadtkern Fridingens und ist insofern stadtbildprägend.

Die Verwaltung, so Bürgermeister Waizenegger, freue sich den neuen Eigentümer, sowie seinen planenden Architekten in der Sitzung begrüßen zu können. Beide würde dem Gemeinderat heute einmal die planerischen Grundzüge sowie die Beweggründe zu diesem tollen Vorhaben darlegen wollen. Der erforderliche Bauantrag werde aller Voraussicht nach noch vor der Sommerpause eingereicht. Als Stadt erachte man es für einen Glücksfall einen Investor gewonnen zu haben, welcher beabsichtige dieses historische Gebäude unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu restaurieren und einer für das Städtle neuen wie gewinnbringenden Nutzung zuzuführen. So möchte der neue Eigentümer einerseits weitere Übernachtungsmöglichkeiten schaffen und anderseits die gastronomische Grundversorgung mit einem Café ausbauen. Die Verwaltung sei davon überzeugt, dass mit Verwirklichung dieses Vorhabens ein „neues“ Kleinod in der Altstadt entstehen wird. Im Detail erläuterte der Investor dem Gremium seine Ideen und Absichten für eine künftige Nutzung des Gebäudes, während der Architekt auf die planerischen Aspekte und Besonderheiten an diesem Gebäudes einging. Nach den Ausführungen des Investors stimmte der Gemeinderat dem Vorhaben sowie den aufgezeigten Planungen vollumfänglich zu.